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Impressum für die Website www.sexuelle-gewalt.de

www.sexuelle-gewalt.de
Internet-Informationen für Opfer sexueller Gewalt 
eMail: > info@sexuelle-gewalt.de

Dieses Angebot existiert nur im Internet.

Inhaltlich Verantwortliche gemäß § 10 MDStV für die Seite www.sexuelle-gewalt.de sowie alle Unterseiten: 
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Angelika Treibel
angelika.treibel@web.de
info@sexuelle-gewalt.de

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Kommentar zum Impressumspflicht 

Impressumspflicht und mögliche Konsequenzen für Hilfe- und Informationsangebote für (und von) Opfern sexueller Gewalt

Zur Impressumspflicht für Websites lässt sich zunächst feststellen, dass es für juristische Laien eine Herausforderung ist, herauszufinden, welches Gesetz und welche Paragraphen für die eigene Website/Homepage greifen und welche nicht. So basieren die folgenden Ausführungen nur auf  juristischen Laienverständnis. 

Die Impressumspflicht ergibt sich aus > § 10 MDStV bzw. aus >  § 6 TDG.

Sicher ist der Grundgedanke einer Impressumspflicht gem.Teledienstegesetz oder Mediendienste-Staatsvertrag begrüßenswert, geht man davon aus, dass eine Identifikation von Website-BetreiberInnen sowie die Möglichkeit schneller Kontaktaufnahme im Sinne des Allgemeinwohls ist. 

Für Opfer sexueller Gewalt hat die Impressumspflicht jedoch eine ganz besondere Bedeutung, zunächst theoretisch.  Wie viel *tatsächliches* Interesse am Ende besteht,  Hilfeangebote für Opfer sexueller Gewalt durch die "Anwendung" der entsprechenden Gesetze (sprich: Androhung oder tatsächliche Verhängung von Geldstrafen wegen fehlendem oder mangelhaftem Impressum) zu (zer)stören, wird sich zeigen. 

Zielen die Gesetze, die die Impressumspflicht regeln darauf ab, Anonymität in gewissem Sinne "strafbar" zu machen, so hat genau diese Tatsache für Opfer sexueller Gewalt gravierende negative Folgen. 
Das Internet bietet Opfern sexueller Gewalt u.a. die Möglichkeit, in Form einer privaten Homepage ihre Erfahrungen mitzuteilen, ohne sich dabei als Person "outen" zu müssen. So kann eine sehr große Zahl anderer Betroffener erreicht werden und es besteht gleichzeitig ein relativ hoher Schutz der Person. 

Mit der Impressumspflicht sind die BetreiberInnen von Websites verpflichtet, ein Impressum mit Angabe von Name und Adresse  unterzubringen – für Opfer sexueller Gewalt im Sinne des Opferschutzes eine völlig unannehmbare Forderung. 
Insofern hat die Regelung gerade für Opfer sexueller Gewalt etwas zynisches: Sie raubt ein Stück Schutz, den das Internet bietet und sie trägt nichts dazu bei, gegen Gewalt in welcher Form auch immer im Internet oder in Real Life vorzugehen. Da, wo wirklich Schaden zugefügt wird, fehlt meist die Information (Impressum), die "leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar" ermöglicht, die schädigende Person ausfindig zu machen. 

www.sexuelle-gewalt.de